Werkstück einspannen
Die richtige Reihenfolge beim Einspannen verhindert verrutschende Teile, Kollisionen und Ausschuss.
Reihenfolge: Werkstück einspannen
- Maschine sichern
Spindel steht, kein laufender Job, Arbeitsbereich frei von Werkzeugen und Spänen.
- Auflagefläche reinigen
Nutenplatte/Opfermaterial und Unterseite des Werkstücks sauber und plan machen.
- Passendes Spannkonzept wählen
Je nach Teil: Schraubstock, Niederzugspanner, Spannpratzen oder Direktverschraubung.
- Werkstück grob positionieren
So platzieren, dass alle Bearbeitungsflächen erreichbar sind und keine Kollision mit Spannmitteln entsteht.
- Anschläge/Referenzkante setzen
Werkstück an fester Kante oder Anschlag ausrichten, damit die Nullpunktfindung reproduzierbar ist.
- Vorfixieren, noch nicht voll anziehen
Spannmittel nur leicht anziehen, damit sich die Position noch fein korrigieren lässt.
- Ausrichten und Planlage prüfen
Mit Lineal/Winkel/Sichtkontrolle auf Verkanten achten, bei Bedarf neu setzen.
- Endgültig festspannen (kreuzweise)
Mehrere Spannpunkte gleichmässig in kleinen Schritten anziehen, um Verzug zu vermeiden.
- Haltekraft prüfen
Werkstück von Hand kräftig bewegen: kein Kippeln, kein Verschieben.
- Freigang und Kollisionsfreiheit prüfen
Geplanten Fräsweg gedanklich abfahren: Fräser, Spannmittel, Schraubenhöhen und Kabel beachten.
- Nullpunkt setzen
Erst nach finalem Einspannen X/Y/Z-Nullpunkt bestimmen und dokumentieren.
- Trockenlauf/Start-Check
Wenn möglich ohne Materialeingriff prüfen, dann erst Fräsjob starten.
Wichtige Hinweise
- Nie auf Späne spannen, auch kleine Partikel verfälschen die Lage.
- Spannmittel dürfen den Fräsbereich nicht verdecken.
- Dünne oder lange Werkstücke zusätzlich gegen Schwingung abstützen.
- Nach den ersten Zustellungen Spannkraft kurz nachprüfen.
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